„Digitale Transformation in deutschen KFO-Praxen“
Mit Einführung der Telematikinfrastruktur als zentralem Netz im Gesundheitswesen sind digitale Systeme und Anwendungen in allen Arbeitsbereichen von Arztpraxen auf dem Vormarsch. Einerseits um die Arbeit der Behandelnden zu erleichtern und zu unterstützen, andererseits um Diagnostik und Therapie für die Patienten schneller, transparenter und wirksamer zu gestalten.
Natürlich ist das medizinische Fachwissen der Anwender im Rahmen des Einsatzes digitaler Tools bei der Behandlung unbedingt notwendig. Die meisten Systeme aber sind in der Verwaltung, im Management und in der Kommunikation zu finden, weshalb sie für die Betrachtung der Abläufe im Praxisalltag den „soften“ Leistungsmerkmalen des Patientenservice zugeordnet werden.

Im Oktober und November führt die INITIATIVE PATIENTENSERVICE gemeinsam mit der Forschungsgruppe g/d/p und mit Prof. Dr. David Matusiewicz, dem Direktor des Instituts für Gesundheit & Soziales der FOM Hochschule, die Studie „Digitale Transformation in deutschen KFO-Praxen“ durch.
Heute gilt vor allem auch der Digitalisierungsgrad von Arztpraxen als ein maßgeblicher Aspekt bei der qualitativen Einordnung des Patientenservices. Das Studienergebnis soll daher einen ebenso detaillierten wie validen Überblick zum aktuellen Stand der Praxis-Digitalisierung liefern, auf dessen Basis Handlungsempfehlungen zur deren Optimierung und Weiterentwicklung zu formulieren sind.
Über eine hohe Beteiligung an der Studie soll eine valide Grundlage für Argumente geschaffen werden, die in der Diskussion mit Gesundheitspolitikern, Verbänden und Kostenträgern durch entsprechendes Gewicht und Aussagekraft überzeugen.
Wir sind davon überzeugt, dass den Teilnehmenden bereits das Ausfüllen des Fragekatalogs praktische Hinweise und spannende Impulse für ihre Praxen liefern wird.
Ferner erhalten sie das anonymisierte Studiengesamtergebnis sowie ein personalisiertes Benchmarking samt Empfehlungen für die Praxen.
Welche Bedeutung hat die Digitalisierung von Arztpraxen für den Patientenservice?
Die Digitalisierung von Arztpraxen spielt eine wichtige Rolle für den Patientenservice und bringt zahlreiche Vorteile mit sich.



Hier sind die wichtigsten Aspekte:
1. Schnellere Terminvereinbarung und Kommunikation:
Online-Terminbuchungssysteme, E-Mail- und Chat-Services ermöglichen es Patienten, bequem und flexibel Termine zu vereinbaren oder Fragen zu stellen, ohne lange Wartezeiten am Telefon.
2. Verbesserte Erreichbarkeit:
Digitale Kontaktwege sorgen dafür, dass Patienten auch außerhalb der Sprechzeiten oder bei kurzfristigem Bedarf schnell Kontakt aufnehmen können.
3. Effiziente Organisation und kürzere Wartezeiten:
Elektronische Terminplanung und automatisierte Erinnerungen helfen, den Praxisablauf zu optimieren und Wartezeiten zu reduzieren.
4. Bessere Dokumentation und Datenmanagement:
Elektronische Patientenakten ermöglichen einen schnellen Zugriff auf alle relevanten Informationen, was die Behandlungsqualität erhöht und Doppeluntersuchungen vermeidet.
5. Mehr Transparenz und Aufklärung:
Patientenportale bieten Zugang zu Befunden, Behandlungsplänen und Informationsmaterialien, was die Patienten besser informiert und in die Entscheidungen einbindet.
6. Individuelle Betreuung:
Digitale Tools wie Apps oder Wearables können Gesundheitsdaten überwachen und personalisierte Empfehlungen liefern, was die Betreuung individueller macht.
7. Erhöhte Sicherheit und Datenschutz:
Moderne digitale Systeme sorgen für sicheren Umgang mit sensiblen Patientendaten und erfüllen Datenschutzbestimmungen.
8. Telemedizin und Fernbehandlungen:
Videosprechstunden und digitale Konsultationen ermöglichen es, auch bei eingeschränkter Mobilität oder in ländlichen Gebieten eine medizinische Versorgung auf hohem Niveau anzubieten.
Insgesamt trägt die Digitalisierung dazu bei, den Service für Patienten komfortabler, transparenter und effizienter zu gestalten. Sie fördert die Zufriedenheit, stärkt das Vertrauen in die Praxis und kann sogar die Behandlungsergebnisse verbessern.




